Praxis für Logopädie und Ergotherapie, Margita Händel-Rüdinger Zentrum für Sprache, Stimme und Kommunikation, Händel-Rüdinger & Partner GbR

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Seminarbeschreibung

 

Fütterstörung (FST) im Baby- und Kleinkindalter
(13 Fortbildungspunkte)
2 Tage (Fr, 10:00 - 16:30 Uhr, Sa, 9:00 - 15:30 Uhr)
230,00 €
Susanne Renk, Logopädin

Ausbildung zur Logopädin in Münster 1980 - 1983. Danach 1 Jahr Tätigkeit in der Ambulanz der HNO-Abteilung am Prosperhospital, Recklinghausen (akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhruniversität Bochum). Seit 1984 in der Kinderklinik am Uniklinikum Münster, Bereich Psychosomatik. Eigene Weiterbildungen: Bobath, Brondo, Kay Coombes, Sensorische Integration und verschiedene Fortbildungen zum Thema "Interaktionelle Diagnostik und Therapie im Säuglings- und Kleinkindalter", u.a. bei Dunitz-Scheer, Papousek, Brisch, von Hofacker, Downing. Seit vielen Jahren Fortbildungstätigkeit zu den Themen "Praxis der SEV-Therapie basierend auf der Sensorischen Integration", "Mund-, Ess-und Trinktherapie im Kindesalter" und "Fütterstörungen im Baby- und Kleinkindalter".
Essen ist mehr als bloße Funktion, sondern Interaktion und Kommunikation spielen immer eine entscheidende Rolle in einer für alle Seiten entspannten Essenssituation. Daher wendet sich dieses Seminar an alle Interessierte aus dem therapeutischen, pädagogischen oder pflegerischen Bereich, die Babys oder Kleinkinder füttern oder die sich mit Orofazialstörungen beschäftigen. Viele dieser Kinder könnten essen und trinken – wenn sie es denn wollten. Viele finden die Essensituation „zum Kotzen“ und drücken dies im wahrsten Sinne des Wortes aus. Die Nahrungsaufnahme wird zum Kampfschauplatz.

Dieses Seminar möchte Hintergrundwissen vermitteln, den diagnostischen Blick für dieses Störungsbild schulen und Möglichkeiten aufzeigen, wie man als Verantwortliche/r, auch ohne PsychotherapeutIn zu sein, helfen kann, z. B. auf der rein interaktionalen Ebene bzw. Entscheidungshilfen geben, wann zusätzliche oder ausschließlich psychotherapeutische Maßnahmen einzuleiten sind.

Seminarinhalt
  • Definition / Abgrenzung zu verwandten Störungsbildern,
  • Grundlagen der Bindungstheorie,
  • Gelungene Mutter-Kind-Interaktion am Beispiel des Fütterns,
  • Intuitive elterliche Kompetenzen / angeborene Fähigkeiten des Kindes,
  • Ursachen für Regulationsstörungen (z.B. Schlafstörung, exzessives Schreien, Klammern, Fütterstörung),
  • Pathologische Beziehungsstrukturen,
  • „Gefürchtete Mahlzeit!“: Symptome erkennen lernen,
  • Vorstellung eines Anamnese-, Diagnostik- und Beobachtungsbogens,
  • Verschiedene Formen der Fütterstörung nach I. Chatoor,
  • Videobeobachtung von Fütterszenen und deren Beurteilung/Diskussion,
  • „Die sieben silbernen Essensregeln“,
  • Mögliche therapeutisch-pädagogische Interventionen

Ein Literaturtisch rundet das Seminar ab.
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